Geförderte Projekte

2017: Förderung des Deutschlandstipendiums

Die Stiftung beteiligt sich im Herbst 2017 am Deutschlandstipendium und unterstützt Frau Conrad und Frau Peisker von der Evangelischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität.

Alisa Joséphine Conrad:

„Seit dem Wintersemester 2013/14 studiere ich an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Studiengang Evangelische Theologie. Während der mein bisheriges Studium begleitenden Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft, u.a. für Herrn Prof. Dr. Weyer-Menkhoff in der praktischen Theologie und Herrn Prof. Dr. Walter Dietz in der systematischen Theologie, habe ich einen fundierten Einblick in die gesamtgesellschaftliche Dimension der Theologie sowie die Vorgänge des theologisch-wissenschaftlichen Arbeitens gewinnen können. Ich interessiere mich für die Frage nach der Begründung ethischen Handelns, v.a. im Horizont der postmodernen Gesellschaft. Die Förderung durch die ‚Stiftung für jüdische Studien‘ ermöglicht es mir, mich mit dieser Fragestellung im Rahmen meiner Magisterarbeit näher auseinanderzusetzen sowie mich auf das bevorstehende erste kirchliche Examen vorzubereiten. Meine ehrenamtliche Tätigkeit als staatlich geprüfte Chorleiterin betrifft seit 2007 die musikpädagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Gesangverein von Allenbach und seit 2016 im Gemischten Chor "Chorkolores" in Becherbach.“

Ulrike Peisker:

„Ich studiere im sechsten Fachsemester evangelische Theologie mit dem Ziel des Kirchlichen Examens in Mainz. Mein Examen werde ich voraussichtlich 2019 ablegen. Das Studium verfolge ich mit großem Enthusiasmus und freue mich daher, es durch meine Arbeit als wissenschaftliche Hilfskraft an den Seminaren für Kirchengeschichte bei Wolfgang Breul, Neues Testament und Ethik, bei Ruben Zimmermann und in der Systematischen Theologie bei Michael Roth noch vertiefen zu können. Da ich meinen Anlauf zum Theologiestudium über das Lehramtsstudium genommen habe und zunächst Evangelische Religion und Englisch für gymnasiales Lehramt studierte, hatte ich die Möglichkeit, mich eine Zeit lang auch dem Studium von Linguistik und Literaturwissenschaft sowie der Entwicklungspsychologie und Bildungswissenschaft zu widmen. So liegt nun mein besonderes Interesse innerhalb des Theologiestudiums darin, die Kenntnisse aus meinem Vorstudium in die theologischen Studien einzubringen. Ich bin Mitglied des Fachschaftsrats und studentische Vertreterin im Fakultätsrat. So freue ich mich über die Vergabe des Deutschlandstipendiums, das mich im Studium zusätzlich unterstützt und es mir ermöglicht, die Schlussphase meines Studiums mit genauso viel Engagement und Einsatz gestalten zu können.“

Das Deutschlandstipendium wird seit 2010 gezielt für junge Talente dergestalt eingesetzt, dass Privatpersonen oder auch Firmen die eine Hälfte der Mittel für ein Jahr aufbringen, der Bund die andere Hälfte.

Deutschlandstipendium

Seit Sommer 2017 hat der Vorsitzende innerhalb der Stiftung gewechselt. Diese wichtige Aufgabe hat Herr Professor Dr. Ruben Zimmermann, Fachbereich Neues Testament und Ethik, dankenswerterweise übernommen.


2015: Unterstützung zweier Dissertationen

In diesem Jahr konnten die Zuschüsse für die Beschaffung von Forschungsliteratur für zwei entstehende Dissertationen am Lehrstuhl für
Altes Testament und biblische Archäologie an der Johannes Gutenberg-Universität gewährt werden:

Frau Klostermann wählte das Thema: "Die Hafenstadt Akko. Eine archäologische Rekonstruktion der Handelsmetropole in hellenistischer Zeit."

Der Titel der Dissertation von Herrn Hofeditz lautet: "Strukturen der persischen Provinz Jehuda anhand archäologischer und literarischer Quellen."

In einer ausführlichen Vorstandssitzung in Hochheim/Main wurde beschlossen, dass im kommenden Jahr ein größerer Betrag ausgeschüttet wird, um das 10-jährige Bestehen der Stiftung angemessen zu feiern.

2014: Ein rundum erfolgreiches Jahr!

Zwei Ehrungen für Anna Cibis

Wir freuen uns, über den Erfolg unserer Stipendiatin (2009-2010) Anna Cibis berichten zu können, die zwei außergewöhnliche Ehrungen 2014 für Ihre Dissertation: Lucifer von Calaris. Studien zur Rezeption und Tradierung der Heiligen Schrift im 4. Jhd., erschienen im Schönigh-Verlag 2014, erhielt. Zum einen wurde sie mit dem Preis der Rheinland-Pfalz Bank geehrt, zum anderen konnte sie am Stiftertag den Preis der Antonie Wlosok-Stiftung entgegen nehmen.
Frau Keitlinghaus durfte den Feierlichkeiten am Dies Academicus im Juni in der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz beiwohnen und erhielt zur diesem Anlass das erste gedruckte Exemplar der Dissertation. Weitere Informationen über die Preisverleihungen finden Sie hier: klick


Dr. Benedikt Hensel - Veröffentlichungen

Herr Dr. Benedikt Hensel, unser Stipendiat von 2011, arbeitet weiterhin mit besonderem Engagement an seinem Samaritaner-Projekt für seine angestrebte Habilitation. So konnte er bereits Einzelaspekte auf verschiedenen Fachtagungen vorstellen sowie diverse Aufsätze z.B. in der Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft (Ausgabe 04/2014) veröffentlichen. Er ist derzeitig wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Altes Testament und Biblische Archäologie (Lehrstuhl Prof. Dr. Sebastian Grätz), Johannes Gutenberg Universität Mainz und daneben derzeitig Lehrbeauftragter für das Fach Altes Testament (jeweils 2 SWS) an der Justus Liebig Universität Gießen - Ev. Theologie und an der Goethe Universität Franfurt/Main. Zusätzlich ist er Pfarrer im Ehrenamt an der Marktkirche in Wiesbaden, Ev. Kirche in Hessen und Nassau.


Dipl. Theo. Philipp Mertens - beste Abschlussarbeit

Herr Dipl. Theo. Philipp Mertens M.A. wurde für seine Magisterarbeit „Zwei Propheten ihrer Zeit: Dietrich Bonhoeffer und A. J. Heschel. Eine vergleichende religionsphilosophische Untersuchung“, mit dem Alumnipreis vom Verein der Freunde der evangelischen Theologie an der Goethe-Universität in Frankfurt als beste Abschlussarbeit ausgezeichnet. Seit April ist er Doktorand bei Herrn Prof. Dr. Ch. Wiese an der Goethe-Universität.


Reisekostenzuschuss nach Paris

Frau Dr. Klavdia Smola gewährte die Stiftung 2014 einen Reisekostenzuschuss für die Leitung eines Symposiums über „Slawisch-Jüdische Räume und Topographien“ zum Kongress der European Association for Jewish Studies in Paris.


2013: Unterstützung - Dipl. Theol. Philipp Mertens

In diesem Jahr förderte die Stiftung die Magisterarbeit von Herrn Dipl. Theol. Philipp Mertens aus Mainz. Er schrieb im Fach Religionsphilosophie eine vergleichende religionsphilosophische Untersuchung über zwei Propheten ihrer Zeit: Dietrich Bonhoeffer und Abraham J. Heschel.

2013: Anna Cibis - Beste Dissertation von Rheinland-Pfalz

Wir gratulieren Frau Anna Cibis, die durch die Stiftung für Jüdische Studien in den Jahren 2009 und 2010 finanziell unterstützt wurde, herzlich zu ihrer im August mit "summa cum laude" absolvierten Dissertation.
Sie wird 2014 von der Görres-Gesellschaft in der Schriftenreihe "Studien zur Geschich- te und Kultur des Altertums" herausgegeben und erscheint im Schöningh-Verlag. Ihre Arbeit wurde als beste Dissertation von Rheinland-Pfalz am "dies academicus 2014" in der Johannes Gutenberg-Universität am 25.6.2014 ausgezeichnet.

2013: Zustiftung von 5.000 Büchern

In diesem Jahr hat sich die Stiftung einer besondere Zustiftung angenommen. Es handelt sich dabei um 5000 Bücher der Privatbibliothek des ver- storbenen Prof. Dr. Volkmar Fritz, ehemaliger Lehrstuhlinhaber für „Biblische Archäologie“. Da in Deutschland an staatlichen Universitäten nur drei Lehrstühle für dieses Fachgebiet existieren, ist die Bibliothek eine wertvolle Ergänzung zu dem vorhandenen Bibliotheksbestand in Mainz. Sie wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und damit nicht nur den Studierenden der Johannes-Gutenberg-Universität, sondern generell der Wissenschaft und Forschung zur Verfügung gestellt.

Hier benötigen wir besonders Ihre finanzielle Mithilfe, damit die abschließende Registrierung der großen Fachbibliothek von Herrn Prof. Dr. V. Fritz geschehen kann und somit die Forschenden von der erstklassigen Literatur profitieren können.


2012: Habitillationsförderung - Dr. theol. Benedikt Hensel

Der von der Stiftung für Jüdische Studien finanziell unterstützte Dr. Hensel erhielt auf dem Stiftertag eine Auszeichnung. Die Stiftung ermöglichte die notwendigen Literaturbeschaffungen für Herrn Dr. Hensels angekündigte Habilitationsschrift „Samaria im Spiegel der alttestamentlichen Überliefer- ungen aus der persischen und frühhellenistischen Epoche“. Seine theologische und literaturhistorische Betrachtung von Samaria wird in der For- schung eine ganz neue Sichtweise erbringen. Als Theologe hat Herr Dr. Hensel gerade sein Vikariat in Wiesbaden beendet und wird nun der persön- liche Referent des Propstes von Süd-Hessen (EKHN) werden.

2012: Exkursion des Lehrstuhls „Mittelalterliche Jüdische Geschichte“

Das von den Zinsen 2012 erwirtschaftete Geld wurde für eine Exkursion mit Frau Prof. Dr. Eva Haverkamp, die den Lehrstuhl für „Mittelalterliche Jüdische Geschichte“ der Ludwig-Maximilians-Universität in München seit 2009 innehat, verwendet: 17 Studenten besichtigten im Juli im Rahmen ihrer Lehrveranstaltung die wichtigsten jüdischen Stätten in Mainz, Speyer und Worms. Jeder Teilnehmer hatte vor Ort ein Referat zu halten, woraus sich ein lebendiger Austausch untereinander ergab. Wie Frau Prof. Haverkamp berichtete, fand die Exkursion großen Anklang und veranlasste einige Studierende zur Aufnahme eines Hebräisch-Studiums sowie der weiterführenden Beschäftigung mit jüdischen Themen. Die Professur für Mittelalter- liche Jüdische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München wurde 2008 eingerichtet und ist die erste Professur für Mittelalterliche Jüdische Geschichte an einem historischen Institut einer deutschen Universität.


2011/2010: Förderung - Dr. theol. Benedikt Hensel

Herr Dr. theol. Benedikt Hensel wurde 2010 durch einen finanziellen Beitrag zur Weiterführung und Vertiefung seiner judaistischen Studien in Amsterdam von der Stiftung für Jüdische Studien unterstützt. Herr Dr. Hensel absolvierte bereits sein Studium der Judaistik in Mainz an der Johannes Gutenberg-Universität als auch in Amsterdam und fiel am Lehrstuhl der ev. Theologie in Mainz mit einer herausragenden Promotionsleistung auf.

2011 wurde er erneut mit einer großzügigen finanziellen Unterstützung für Literaturbeschaffungen seiner bevorstehenden Habilitation von der Stiftung gefördert. Auch weiterhin unterstützt die Stiftung sein Habilitationsprojekt „Samaria im Spiegel der alttestamentlichen Überlieferung“. Die Untersuchung der biblischen Texte einerseits und der archäologischen und epigrafischen Befunde andererseits, verspricht, wichtige Einsichten in das religiöse und politische Selbstverständnis über das Werden des Judentums zu erbringen. Seit Februar 2011 ist er Vikar in der Wiesbadener Marktkirche.


2010/2009: Unterstützung - Anna Cibis

Die Promovendin Anna Cibis wurde 2009 mittels monatlicher Zuwendung ein Jahr finanziell unterstützt. Die erfolgreiche Nachwuchswissenschaft- lerin, die ihr Staatsexamen in den Fächern Griechisch, Latein und Katholische Theologie absolviert hat, promoviert nun mit einer altphilologischen Arbeit am Seminar für Klassische Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Ihre Arbeit wird voraussichtlich neue Erkenntnisse über die Verbreitung und Gestaltung des altlateinischen Bibeltextes in Palästina des 4. Nachchristlichen Jahrhunderts hervorbringen.



2009: Stiftertag - großer Erfolg

Am 30. November 2009 fand an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz der Stiftertag unter dem Motto „Wege in die Zukunft: Wissen stiften“ statt. Acht Stiftungen - darunter auch die Stiftung für Jüdische Studien - stellten insgesamt rund 50.000 Euro für Projekte in Forschung und Lehre an der Johannes Gutenberg-Universität zur Verfügung und demonstrierten die große Vielfalt an Themen und Formen des Stiftens für die Universität.
Weiterführende Infos, Fotos, Pressespiegel und die Festansprache des Präsidenten erhalten Sie hier: www.uni-mainz.de/presse/33559.php


2008: Certamen Rheno Palatinum - Yvonne Hohler

Die Stiftung unterstützt den alljährigen rheinland-pfälzischen Landeswettbewerb für Alte Sprachen „Certamen Rheno Palatinum“, der bereits seit 1982 stattfindet, auch 2008 finanziell. Am 09. April 2008 überreichten Wiltrud Keitlinghaus und Herr Dr. Bechthold der diesjährigen Gewinnerin des Landes-wettbewerb „Certamen Rheno Palatinum“ Yvonne Hohler während eines Festaktes den mit 550 Euro dotierten Preis. Thema der Wettbe-werbsarbeit im Fach Latein war der 12. Heroidenbrief des Ovid, der anhand von zwei Aufgaben bearbeitet werden sollte: Neben einer ausführlichen Argumentationsanalyse war auch sprachliche Kreativität verlangt.


2007: Certamen Rheno Palatinum - Isidor Brodersen

Die Stiftung unterstützt den alljährigen rheinland-pfälzischen Landeswettbewerb für Alte Sprachen „Certamen Rheno Palatinum“, der bereits seit 1982 stattfindet, erstmals 2007 finanziell, um der Sprachaffinität von Prof. Dr. Mayer gerecht zu werden. Die preisgekrönte Arbeit 2007 beschäftigt sich mit dem Aristeas-Brief und wurde von Isidor Brodersen, einem Gymnasiasten aus Speyer, angefertigt. Am 26. März 2007 überreichen Wiltrud Keitlinghaus und PD Dr. theol. habil. Bechthold den mit 550 Euro dotierten Preis an Herrn Brodersen während eines Festaktes in der Aula der Maria-Ward-Schule in Landau.

2007: Hörsaalausstattung, Kunst und Bücherregale

Verschiedene Blockseminare wurden bereits erfolgreich durchgeführt.
Die „Stiftung für Jüdische Studien“ beteiligte sich zu einem Drittel an den Kosten der Neugestaltung eines nun optimal möblierten Hörsaals, des „Ebernburg-Hörsaals“, der sich auf dem Gelände der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz befindet.

Ebenso finanzierte die „Stiftung für Jüdische Studien“ die drei Bilder - „Schiffbruch“, „Papststurz“ und „Sieh dich fuer“ - des Künstlers Michael Halfmann, die im Hörsaal zu sehen sind.

Außerdem finanzierte die Stiftung die Einrichtung eines Seminarraums und die Erneuerung von Bücherregalen innerhalb der Ebernburg-Stiftungsbibliothek.